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Bilder

Briefing

Das Justizministerium und das Sozialministerium Baden-Württemberg fördern seit Jahren den des "Elternkonsens". Hintergrund ist, dass in Baden-Württemberg jedes Jahr etwa 20.000 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen sind. In vielen Familien gibt es Streit um das Sorge- und Umgangsrecht für gemeinsame Kinder. Die betroffenen Kinder und Jugendliche sind doppelt belastet. Sie leiden nicht nur unter der Trennung ihrer Eltern, sondern auch unter einem oft langwierigen und konfliktreichen Gerichtsverfahren. Gerichtliche Entscheidungen regeln zwar die Streitpunkte, beseitigen aber häufig nicht die Ursachen des Konflikts. Hier soll das Projekt Elternkonsens zum Wohle der Kinder unterstützen.

Das neue Webportal sollte zum einen allgemein über die Grundsätze und Verfahrensweisen des Elternkonsenses informieren und Eltern und Kindern Adressen zu zuständigen Kontaktstellen und Hilfsangeboten zur Verfügung stellen. Des Weiteren sollte die interdisziplinäre Zusammenarbeit der am Verfahren Beteiligten gefördert werden. In einem nicht öffentlichen Bereich sollten über einen Login Informationen und Dokumente zum Austausch angeboten werden. Das Webdesign selbst sollte Zielgruppen- und Mediengerecht erfolgen und das Corporate Design des Projektes und des Landeseinhalten. Des Weiteren sollte die Programmierung mit einem Content Management System erfolgen,da mehrere Redakteure die Inhalte in Zukunft bearbeiten und aktuell halten möchten.

Webdesign und Usability

Unter Einhaltung aller Wünsche und Vorgaben wurde ein Webdesign entworfen, welches die Zielgruppen anspricht und entsprechend deren Wünsche bestmöglich abholt. Das Look & Feel auf Basis der Vorgaben von Projekt und Land, wie z.B. die Farben Grün und das Gelb im Hintergrund, sind stilbildend und konnten mit entsprechend intelligent weiterentwickelten Webdesign-Elementen ergänzt werden.

Ebenso konnte die bestehende Bildwelt um weitere Bilder ergänzt werden. Aus Usabilty-Gründen wurde auf einen klassischen Aufbau gesetzt, der nicht extra „gelernt“ werden muss, sondern eine intuitive Orientierung und Bedienung ermöglicht. Sprich Logo, Haupt- und Metanavigation befinden sich an gewohnter Stelle. Die Startseite bietet darunter, als visuellen Einstieg und interessanten Aufmacher, noch eine einfache Bildanimation an, die als wichtige Präsentationsfläche zur Kommunikation des Themas an sich und zu wichtigen weiteren Themen dient.

Besondere Einstiegstrichter führen z.B. den Seitenbesucher mit Migrationshintergrund direkt zu „Flyern in vielen Sprachen“ oder auch via „Du bist nicht schuld“ zu Informationen für Kinder und Jugendliche und auch beispielsweise hilfreichen Links zu „Profamilia“ oder „BKE“ (Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V.). Der Einstieg „Kindeswohlprojekt“ beschreibt das Projekt als Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.

Auf der rechten Seite im Design, sowohl auf der Start- als auch auf den Unterseiten werden weiterführende Informationen, wie z.B. Links, usw.angeboten. Als Besonderheit im Projekt gibt es hier auch eine Suche via einer Landkarte und nach Postleitzahl. Hier können z.B. Eltern Ihren zuständigen Bezirk ausfindig machen und Informationen und Adressen zu Beratungsstellen Jugendamt, Amts- und Familiengericht schnell finden einsehen.

TYPO3 Webentwicklung

Die Umsetzung erfolgte mit dem Open Source-Content Management System TYPO3. Eine CMS-Lösung, welche viele Lösungen und Extensions für besondere Anforderungen von Hause aus mit sich bringt. Nach Umsetzung der Website-Templates, auf Basis des Website Designs wurde diese mit dem Redaktionssystem verbunden. Alle Inhalte, sowie Landkarten- und PLZ-Suche, konnten damit einfach realisiert werden.

Ein seitenübergreifend verantwortlicher Administrator und über 71 zuständige Familienrichter und Arbeitskreis-Zuständige pflegen über ein ausgeklügeltes Rechte- und Rollensystem Ihre Inhalte selbst. Das Einfügen und die Pflege der Inhalte erfolgen über das Frontend-Editing von TYPO3. Hierzu müssen die Redakteure sich nicht, wie normalerweise bei CMS-Systemen üblich, in das Backend einloggen, um dort über eine Software-Oberfläche die Inhalte zu pflegen, sondern direkt nach dem Login auf der Website-Oberfläche im Frontend.

Als weitere Besonderheit ist noch eine projektspezifische Umsetzung zu nennen, die mit einem Forum-Gedanken die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den Arbeitskreise fördern soll. Für den normalen Seitenbesucher nicht ersichtlich, nur zugänglich durch einen Login, können Dokumente Informationen sowohl Arbeitskreisintern, als auch -übergreifend, zur Verfügung gestellt werden.

Meinungsbild

"Die Idee einer Internetplattform für Eltern, Kinder und die am Trennungsverfahren beteiligten Fachleute war in einer 40-köpfigen interdisziplinären Arbeitsgruppe entstanden. Entsprechend vielfältig waren die Wünsche und Erwartungen an die zu entwickelnde Plattform. In Zusammenarbeit mit visual4 gelang es, diese Vorstellungen und Ideen in ein Gesamtkonzept „aus einem Guss“ umzusetzen.

Eine besondere Herausforderung war dabei, dass auch „IT-unerfahrene“ Kollegen der am Sorge und Umgangsverfahren beteiligten Professionen (Richterinnen und Richter, Mitarbeitende von Jugendämtern und Beratungsstellen und Rechtsanwältinnen und -anwälte) selbständig Inhalte auf der Seite einstellen können; eine weitere Herausforderung war die Inhomogenität der Zielgruppe. visual4 hat hier überzeugende Lösungen gefunden; für das moderne Design und die Funktionalität haben wir viel Lob bekommen. Wir danken für die gute Zusammenarbeit, besonders für die immer unkomplizierte und freundliche Kommunikation!“

 

Juliane Fahrner Richterin am Landgericht Stuttgart,
ehemals Leiterin des Projekts „Internetportal Elternkonsens“ im Justizministerium Baden-Württemberg

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